Gute Positionierung vom Start weg: Wie ich mit meiner klaren Positionierung mein Business zu mehr Erfolg geführt habe und meine Wunschkundinnen seitdem anziehe.

Mit klarer Positionierung wäre es leichter gewesen

Was sich heute so stimmig anfühlt, war für mich ein längerer Prozess. Und ich hätte meinen Weg abkürzen können, wenn ich von Anfang an mit einer klaren Positionierung gestartet wäre. Denn auch als Personenmarke ist eine stimmige und zielführende Positionierung genauso wichtig, wie sie es für ein Unternehmen mit vielen Mitarbeitern ist.

Vielen Start-ups oder Soloselbstständigen geht es wie mir damals. Sie denken, eine klare Positionierung, das Definieren der Zielgruppe, das Bewusstwerden der eigenen Werte: All das hat doch noch Zeit. Darüber kann man sich Gedanken machen, wenn das eigene Business erst einmal angelaufen ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Wenn du diesen Weg gehst, dann brauchst du eine große Schaufel. Denn du wirst immer wieder Steine und Geröll aus dem Weg räumen müssen. Immer wieder neu denken müssen. Häufig wirst du sogar alles nochmal umstrukturieren und umkrempeln müssen, bis dein Business und dein Außenauftritt wirklich passt.

Was richtig ist: Als Soloselbstständige und Unternehmer*in wirst du auf deinem Weg in den nächsten Jahren viel Neues lernen, dich ständig weiterentwickeln. Dennoch ist es enorm wichtig, dass du auf dem richtigen Startblock stehst, wenn du loslegst. Deine Bahnen wirst du im großen Becken der Selbstständigen und Unternehmer*innen ohnehin ziehen. Und vielleicht auch manchmal abbiegen und deine Positionierung anpassen. Das ist dann auch absolut okay.

Mein Start ohne Positionierung

Als ich 2017 mit meinem Business gestartet bin, hatte ich weder eine klare Zielgruppe noch ein Konzept. Ich habe gegründet und bin ohne Positionierung einfach mal losgelaufen. Am Anfang fühlte sich das gut an. Konnte – wie man im Volksmund so schön sagt – auf allen Hochzeiten tanzen.

Durch meine fehlende Positionierung habe ich jedoch einige extra Runden im Schwimmbecken der Unternehmerinnen zurückgelegt. Und diese Runden haben mich Zeit und Geld gekostet.

Zielgruppe alle – warum das nicht gut gehen konnte

Meine Idee am Anfang war: Ich bediene einfach alle Unternehmer*innen, dann ist mein Auftragsbuch schneller voll. Das war falsch, und ich bin dadurch ziemlich auf der Stelle getreten.

Klar hatte ich Aufträge, aber es ist mir in dieser Anfangszeit wirklich schwergefallen, mein Business zielführend voranzubringen. Meinen Außenauftritt einheitlich zu gestalten. Ein Corporate Design zu entwickeln, dass zu mir und meinem Business gepasst hätte. Schlichtweg deshalb, weil mir eine klare Positionierung fehlte.

Angefangen bei meiner Farbauswahl: Sollte ich Blau nehmen? Das mögen die meisten Menschen und es ist eine neutrale Farbe. Oder doch lieber Rosa, weil ich diese Farbe selbst so mag? Damit hätte ich jedoch hauptsächlich Frauen angesprochen. Und ich wollte doch so gerne „alle“ bedienen.

Zum Start meiner Selbstständigkeit wurde es ein dunkles Rot, obwohl ich mit dieser Farbe noch nie etwas am Hut hatte. Etwas später wechselte ich zu grün, aber wohlgefühlt habe ich mich damit auch nicht.

Der nächste unstimmige Faktor in meiner „nicht“ Positionierung war mein Name. Gestartet bin ich unter dem Namen text-liebe, weil ich auch regelmäßig als freie Autorin Beiträge für Online-Magazine geschrieben habe. Und ich wollte ja alle ansprechen, du erinnerst dich.

Fotos: ein weiterer wichtiger Bestandteil der Positionierung

Ich weiß noch genau, wie ich mich bei meinem allerersten Fotoshooting gefühlt habe. Das war alles extrem aufregend für mich. Plötzlich war der Fokus auf meine Person als Unternehmerin gerichtet. Wie genial war das denn?

Meine Fotografin, mit der ich noch heute zusammenarbeite, habe ich damals über einen Post in einer Facebook-Gruppe kennengelernt. Astrid Haida war mir auf Anhieb mega sympathisch. Das ist sehr wichtig, denn sonst kannst du bei einem Shooting nicht du selbst und vor allem nicht authentisch sein. Wenn dich das Thema Business-Shooting interessiert, dann lies gerne auch meinen Beitrag darüber: Business-Fotos: Sie gelingt dein Shooting.

Für mich war klar: Eine Unternehmerin zu sein bedeutet gleichzeitig, sich schick anzuziehen. Ich wollte auf meinen Fotos schließlich überzeugen. Und so entstanden an diesem Tag meines allerersten Business-Shootings wunderschöne Fotos, die ich heute noch gerne an der einen oder anderer Stelle verwende.

Aber auch bei diesen ersten Business-Fotos habe ich irgendwann festgestellt: So schön diese Fotos sind, für meinen Außenauftritt sind sie zu elegant, zu schick. Ich bin ein lockerer und sportlicher Typ, habe gerne Spaß und kleide mich hauptsächlich legere.

Was habe ich gemacht? Du ahnst es bereits. Ich habe mein zweites Shooting bei Astrid gebucht. Als klar war, dass ich meine Positionierung gefunden und meine Zielgruppe definiert hatte.

Mir ist es immer besonders wichtig, dass ich meinen Kundinnen zur Seite stehe, wenn es um die Fotos für die Website und den Außenauftritt geht. Ich erstelle auf Wunsch ein Konzept, welche Fotos wir brauchen. Welche Kleidung sinnvoll ist und wie sich die Fotos von der Tonalität gestalten sollten.

Meine klare Positionierung brachte den Erfolg

Nach und nach wurde mir klar, dass ich etwas verändern musste. Dass mein Name nicht zu mir passte, dass meine Farben nicht stimmig waren und ich keine Zielgruppe hatte. Es waren schließlich noch immer alle, mit denen ich zusammenarbeiten wollte. Und obwohl ich „alle“ als Zielgruppe in meinem Boot versammelt hatte, fühlte es sich an, als hätte mir jemand Fußfesseln angelegt. Ich konnte mich nicht entfalten.

Im Sommer 2019 dreht sich das Blatt und meine Segel wurden auf Erfolg gestellt. Ich habe gezielt an meiner (Wunsch-) Zielgruppe gearbeitet. Habe mich mit meinen Farben auseinandergesetzt und die für mich passenden gefunden. Jetzt konnte ich endlich auch mein Corporate Design auf gesunde Füße stellen. Nicola Kühn von Soulful Graphic Design hat mein neues Logo entworfen, worüber ich mich mega freue. Seit Anfang 2020 arbeiten wir als Kooperationspartnerinnen sehr eng zusammen.

Meinen Unternehmensnamen habe ich ebenfalls geändert. Die Umstellung auf meine Sichtbarkeitswerkstatt war kein Problem. Ich habe auf meiner bis dato gültigen Website text-liebe einfach eine Weiterleitung auf die neue Domain eingerichtet.

Plötzlich – so könnte man meinen – kamen meine (Wunsch-) Kundinnen zu mir, obwohl ich an meinen Kern-Angeboten nichts verändert hatte. Sie kamen, weil mein Auftritt im Innen und Außen stimmig war. Weil ich durch meine Positionierung und die damit verbundenen Veränderungen eine klare Ausrichtung und somit auch meine Zielgruppe definiert hatte.

Fazit: Klare Positionierung, klare Aussage, klare Kundenstruktur

“Einfach mal machen, könnte ja gut werden.” Ein schöner Satz, aber allzu oft probierst du dich monatelang aus, ruderst wieder zurück. Alles nochmal auf Anfang.

Wenn du als Soloselbstständige oder Unternehmerin von Anfang an mit einer klaren Positionierung startest, wirst du schneller mehr Erfolg haben. Denn ein ausgereiftes Konzept und eine Zielgruppe, die zu dir und deinem Produkt, deinen Angeboten oder deiner Dienstleistung passt, erspart dir viel Zeit und Geld. Du drückst von Anfang an den richtigen Startknopf.

Ich bin Conny, die Inhaberin der Sichtbarkeitswerkstatt und seit vielen Jahren begeisterte Bloggerin. Durch das Bloggen wuchsen die Wurzeln für meine Arbeit als Webdesignerin. Qualität und die Liebe zum Detail sind mir schon immer sehr wichtig. Ich helfe selbstständigen Frauen und Gründerinnen dabei, online sichtbar zu werden und dadurch leichter neue Kunden*innen zu gewinnen.

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