Foto: unsplash | Keren Levand

Du planst die Zusammenarbeit mit einem professionellen Designer? In meinem Beitrag gebe ich dir wertvolle Tipps, damit diese Zusammenarbeit wertschätzend funktioniert.

Zunächst einmal möchte ich dich beglückwünschen. Dein professioneller Außenauftritt ist dir sehr wichtig und du willst deine Kunden*innen mit deinem Business überzeugen. Deshalb hast du dich für die Zusammenarbeit mit einem Designer entschieden.

Du hast also schon mal den ersten Schritt gemacht, um wirklich erfolgreich durchzustarten und hast erkannt, das man Dinge abgeben muss, wenn sie nicht zum eigenen Portfolio gehören.

Zusammenarbeit mit einem Designer: Die Vertrauensbasis muss stimmen

Engagierst du einen Designer für dein Projekt, dann vertraue ihm. Er hat das nötige Know How, er ist Fachmann auf seinem Gebiet. Im besten Fall hat er auch bereits die nötige Erfahrung mit Projekten, die ähnlich gelagert sind wie dein eigenes.

Es gibt durchaus Kunden mit sehr exotischen Vorstellungen. Lass dich bei deiner Zusammenarbeit mit einem Designer beraten und habe vertrauen, wenn er dir sagt, dass deine Ideen in deinem speziellen Fall ungeeignet sind. Er sollte dir dann jedoch Vorschläge unterbreiten, die genau zu deinem Business passen.

Die Chemie muss stimmen, wenn die Zusammenarbeit wirklich funktionieren soll. Hin und wieder höre ich, dass Kunden*innen sich für jemanden entschieden haben, es folgen aber Sätze wie: „Ich gucke mal, wie das so anläuft“. Das sind in meinen Augen keine guten Voraussetzungen.

Wenn du mit einem Designer zusammenarbeitest, dann braucht es unbedingt eine gute Vertrauensbasis. Schließlich überlässt du deine Markenidentität dieser Person.

Bleib im Fluss

Ein guter Designer taucht in dein ganz persönliches Projekt ein. Es wird ein Teil von ihm, und so behandelt er es auch.

In der Zeit, in der dein Design entsteht, solltest du greifbar sein. Das bedeutet keinesfalls, dass du dein Telefon nicht mehr aus der Hand legen sollst. Aber es ist wichtig, dass du deinen Auftrag ernst nimmst und erreichbar bist, wenn es Fragen gibt.

Ein Designer reserviert eine komplette Zeitspanne in seinem Kalender nur für dich und deinen Auftrag. Er taucht in dieser Zeit voll und ganz in dein Projekt ein. Klar, dass es in dieser kreativen Phase auch Rückfragen gibt. Diese sind wichtig, um den Prozess am Laufen zu halten. Eventuell fehlen noch Texte oder Bilder, um weiterzuarbeiten. Muss dein Designer darauf wochenlang warten, macht es die Zusammenarbeit wirklich schwer und die Fertigstellung deines Designs verzögert sich.

Die vom Designer eingeplante Zeitspanne sollte also auch in deinem Kalender Platz finden. Bist du gerade im Urlaub, dann teile dies einfach mit. Eventuell kann dein Auftrag etwas geschoben werden. Bleibe also bitte in jedem Fall erreichbar für Fragen und fehlende Unterlagen.

Lass den Designer an deinen Ideen teilhaben

Grafiker und Webdesigner arbeiten im kreativen Bereich. Einige Wünsche lassen sich gut im Gespräch erklären, andere besser anhand von Beispielen zeigen. Schau dich im Vorfeld eurer Zusammenarbeit doch schon mal um: Welche Designs sprechen dich persönlich an, welche magst du überhaupt nicht?

Erstelle eine Liste mit Beispielen von anderen Websites, Logos oder auch Flyern. Auch Schriftarten und Farben, die dir besonders gefallen, solltest du notieren. Gerne kannst du auch ein eigenes Moodboard anfertigen: Klebe Fotos auf, die dich ansprechen, ergänze deine Ideen durch Farben, Formen und Schriften.

Themen genau planen

Wenn du dir eine Website erstellen lässt, dann liegt ein Hauptaugenmerk auf deinen Leistungen und Angeboten. Nur du selbst weißt, wo deine Schwerpunkte liegen.

Notiere vorab alle Angebote und Leistungen, die du anbietest. Du musst hierbei kein Feintuning betreiben und es sieht vielleicht aus wie ein kleiner Bauchladen. Aber es macht Sinn, wenn du zunächst einmal alles aufschreibst.

Im Gespräch mit deinem Designer könnt ihr gemeinsam durchsprechen, welches deine Hauptangebote sind und welche tatsächlich Platz auf deiner Website finden sollen. Dies ist auch wichtig für die Gestaltung deiner Menüführung.

Bleibe realistisch bei der Zeitplanung

„Zeit ist Geld“, das wissen wir alle. Allerdings solltest du nicht unter Druck mit deinem Designer zusammenarbeiten. Es gibt realistische Zeitfenster, an die sich beide halten sollten.

In der Regel dauert die Gestaltung einer Website zwei bis drei Wochen. Das ist eine realistische Zeit, wenn beide an einem Strang ziehen. Das bedeutet, dass auch der Kunde in diesen vier Tagen Zeit für sein Projekt haben muss. Alle Bilder, alle Texte und was sonst noch nötig ist, müssen zum Start zur Verfügung stehen.

Aber auch dann, wenn du ein größeres Zeitfenster mit deinem Designer vereinbart hast, solltest du immer am Ball bleiben.

Vielleicht hast du schon einmal ein ausgefallenes Strickmuster umgesetzt. Wenn du dabei die Stricknadeln für viele Tage oder gar Wochen aus der Hand gelegt hast, musstest du dich erst wieder neu einarbeiten. So in etwa ist es mit einem Design für einen Kunden oder eine Kundin.

Dein Feedback ist gefragt

Wenn ich ein Design soweit fertiggestellt habe, dann verabrede ich mich mit dem Kunden zu einem Zoom-Meeting. Meistens habe ich alle Wünsche perfekt umgesetzt. Es gibt aber auch Websites, bei denen es noch zu Änderungen kommt. Das ist ein normaler Prozess, und auch die besten Webdesigner liegen nicht gleich beim ersten Anlauf mit allem richtig.

Sollte es bei deinem Projekt zu Änderungswünschen kommen, dann bespreche diese zeitnah und lasse dir nicht wochenlang dafür Zeit. Dein Feedback und deine Änderungen müssen klar formuliert sein. Beschreibe also genau, was dich stört, welche Änderungen du dir wünschst und welche Anpassungen gemacht werden sollen.

Hier sind wir wieder beim Workflow: Nur wer an einem Projekt dranbleibt, kann es auch im festgelegten Zeitfenster umsetzen.

So klappt die gute Zusammenarbeit mit einem Designer

Verstehe es immer als gemeinsames Projekt – auch wenn du nur Informationen besteuern kannst. Aber diese sind für den Erfolg und den zeitlichen Rahmen unbedingt nötig. Deshalb halte dich bitte an vorher vereinbarte Termine.

Auch ein Designer kann keine Gedanken lesen. Notiere dir also alles, was dir wichtig ist und spreche es an. Mache dir eine Liste mit den Designs, die du im Netz gesehen hast und die dir gefallen. Lege außerdem eine Liste mit deinen Angeboten und Leistungen an. Diese kannst du dann mit deinem Designer besprechen und es hilft, deine Kernangebote genau herauszuarbeiten.

Stimmt die Chemie zwischen dir und deinem ausgewählten Designer, kann das Projekt also nur gelingen. Ich drücke dir alle Daumen.

Ich bin Conny, die Inhaberin der Sichtbarkeitswerkstatt. Meine Begeisterung fürs Bloggen waren die Wurzeln für meine Arbeit als Webdesignerin. Ich unterstütze selbstständige Frauen und Gründerinnen dabei, online sichtbar zu werden und dadurch leichter neue Kunden*innen zu gewinnen.

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